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Aktuelles in Folge der COVID-19 Maßnahmen

Staatliche Pflichtfachprüfung und erste Prüfung

Praktika

Bedingt durch die Einschränkungen, die mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Covid-19-Pandemie verbunden sind, gilt für die Durchführung der praktischen Studienzeiten bis Ende des Sommersemesters 2021 folgendes:

Praktische Studienzeiten werden auch dann anerkannt, wenn sie nicht in Präsenz, sondern digital/online abgeleistet werden, soweit durch die Organisation des Praktikumsverlaufs insbesondere gewährleistet ist, dass den Studierenden ein Einblick in den Ablauf der Verfahren vor dem Amtsgericht und in die richterliche Arbeitsweise beziehungsweise die Aufgabenstellung und Arbeitsweise einer Verwaltungsbehörde, eines Rechtsanwaltsbüros oder einer Rechtsabteilung verschafft wird. Auf das Merkblatt für die Durchführung der praktischen Studienzeiten in der Juristenausbildung (Praktikum) wird hingewiesen.

Praktische Studienzeiten können sich mit dem Semester überschneiden.

Ein 4-wöchiges Einzelpraktikum an einem Landgericht wird anerkannt. Ebenso werden 4-wöchige Praktika bei Land- und Amtsgerichten anerkannt, auch wenn Sie nicht den Zivil- und den Strafrechtsbereich abdecken.

Praktika mit einer kürzeren Laufzeit als 4 Wochen können durch den an 4 Wochen fehlenden Anteil ergänzt werden (also etwa bei einem dreiwöchigen Praktikum durch ein einwöchiges Praktikum).

Sollte die kürzere Laufzeit auf einen coronabedingten Abbruch des Praktikums zurückzuführen sein, ist eine Anerkennung als vollwertiges Praktikum möglich, wenn das Praktikum bis zum Abbruch mindestens drei Wochen angedauert hat oder in der Zeit bis zum Abbruch ein Zeitaufwand von mindestens 48 Stunden auf das Praktikum verwendet worden ist. Sollte ein Praktikum nach coronabedingtem Abbruch nach den vorgenannten Kriterien nicht anerkannt werden können, lassen Sie sich bitte den bis zum Abbruch abgeleisteten Zeitraum bescheinigen. Setzen Sie bitte nach Möglichkeit das Praktikum bei der gleichen Stelle zu gegebener Zeit fort.

Verwaltungspraktikum

Das Landesjustizprüfungsamt ist über die drei kommunalen Spitzenverbände an alle niedersächsischen Gebietskörperschaften herangetreten und hat um Unterstützung bei der Durchführung der praktischen Studienzeiten, also der Praktika in der Verwaltung, für die Studierenden der Rechtswissenschaften in Zeiten der Covid-19-Pandemie geworben. Hier hat das LJPA insbesondere auf Ausbildungsformate verwiesen, durch die persönliche Kontakte vermieden und die vom LJPA bei der Zulassung zur Pflichtfachprüfung akzeptiert werden, wie etwa eine weitgehende oder vollständige Durchführung der Praktika in digitaler Form.

Angesichts erster Reaktionen und der Möglichkeit, durch ein Verwaltungspraktikum auf Seiten der Studierenden das Interesse für eine berufliche Tätigkeit in den niedersächsischen Gebietskörperschaften zu wecken, erscheinen die Bemühungen des LJPA aussichtsreich. Dieses Vorgehen begründet kein subjektives Recht auf einen Praktikumsplatz, soll aber Studierenden, die sich proaktiv bemühen, die Suche nach einem Praktikumsplatz erleichtern.

Im Übrigen sind vom Begriff der „Verwaltungsbehörde“ i.S.v. § 4 Abs. 1 Nr. 2 b) NJAG auch etwa die Bundes- und Landesverwaltungen und Selbstverwaltungskammern wie die IHK erfasst.

Freiversuch

Das Sommersemester 2020 bleibt bei der Berechnung der Studienzeit für die Zulassung nach § 4 Abs. 2 NJAG und für den Freiversuch (§ 18 NJAG) unberücksichtigt. Eine entsprechende Regelung ist in § 17 Nr. 5 der Verordnung zum Niedersächsischen Gesetz zur Ausbildung der Juristinnen und Juristen (NJAVO) aufgenommen worden.

Wintersemester 2020/2021 wird nicht auf den Freiversuch angerechnet

In Niedersachsen bleibt das Wintersemester 2020/2021 wie schon das Sommersemester 2020 bei der Berechnung der Studienzeit für die Zulassung nach § 4 Abs. 2 NJAG und für den Freiversuch (§ 18 NJAG) unberücksichtigt. Eine entsprechende Änderungsverordnung zu § 17 NJAVO ist inzwischen in Kraft getreten (Nds. GVBl. Nr. 6/2021 vom 12.02.2021, S. 54)

Die Neuregelung können alle Studierenden in Anspruch nehmen, die im Prüfungsdurchgang B/21 (Aufsichtsarbeiten im April 2021) oder in einem späteren Durchgang die Vorrausetzungen für die Zulassung nach § 4 Abs. 2 NJAG und für den Freiversuch (§ 18 NJAG) erfüllen, ihre Zulassung zur Pflichtfachprüfung noch beantragen oder für den Aprildurchgang 2021 beantragt haben, und noch nicht zur Pflichtfachprüfung zugelassen sind.

Über die Anträge zur Zulassung zum Durchgang April 2021 (B/21) wird nicht vor dem 22. Februar 2021 entschieden werden, Änderungsanträge sind bis zur Entscheidung über die Zulassung – also bis zum 22. Februar 2021 - möglich.

Das Sommersemester 2021 wird nicht auf den Freiversuch angerechnet

In Niedersachsen bleibt das Sommersemester 2021 wie auch schon das Wintersemester 2020/2021 und das Sommersemester 2020 bei der Berechnung der Studienzeit für die Zulassung nach § 4 Abs. 2 NJAG und für den Freiversuch (§ 18 NJAG) unberücksichtigt. Eine entsprechende Änderungsverordnung zu § 17 NJAVO wird zeitnah in Kraft treten.

Die Neuregelung können alle Studierenden in Anspruch nehmen, die im Prüfungsdurchgang C/21 (Aufsichtsarbeiten im Juli 2021) oder in einem späteren Durchgang die Voraussetzungen für die frühzeitige Zulassung nach § 4 Abs. 2 NJAG („Abschichten“) oder für den Freiversuch (§ 18 NJAG) erfüllen. Dies ist bei Kandidatinnen und Kandidaten der Fall, die im Zeitraum vor den Semestern, die coronabedingt nicht angerechnet werden, das achte Fachsemester noch nicht erreicht hatten.


Für beide Examen gilt:

Für allgemeine Informationen (z. B. zum Stand der Gesetzestexte) beachten Sie bitte die allgemeinen Hinweise auf den Internetseiten des LJPA.

Weitere Informationen finden Sie im Merkblatt Allgemeine Hinweise zu Hygienemaßnahmen bei der Durchführung der schriftlichen Prüfungen in der vom LJPA durchzuführenden ersten Prüfung und zweiten Staatsprüfung.

 

Für die mündlichen Prüfungen ist zu beachten:

Im Gebäude des LJPA müssen alle Prüflinge, Prüferinnen und Prüfer Mund-Nasen-Bedeckungen tragen. Hiervon ausgenommen sind die Zeiten der Prüfungsgespräche, des Vorstellungsgesprächs und die einstündige Vorbereitung auf den Vortrag.

Es wird sichergestellt werden, dass sowohl in den Prüfungsräumen als auch in den Pausenräumen ein Abstand von mindestens 1,5 Meter zwischen allen Personen eingehalten wird. Darüber hinaus wird für die notwendige Desinfektion in den Räumlichkeiten Sorge getragen. Desinfektionsmittel für Hände wird zur Verfügung stehen.

Im Übrigen gelten die allgemeinen Hinweise zu den erforderlichen Hygienemaßnahmen. Die Prüflinge werden aufgefordert, im eigenen Interesse und zum Schutz der Bediensteten des LJPA die allgemeinen Regeln des Infektionsschutzes einzuhalten. Das gilt sowohl im Gebäude des LJPA als auch im Bereich der Türeingänge.

Begleitpersonen werden nicht in das Gebäude des LJPA eingelassen. Soweit sich Begleitpersonen außerhalb des Gebäudes des LJPA aufhalten, wird auf die Einhaltung insbesondere der Mindestabstandsregelungen hingewiesen. Menschenansammlungen auf dem Gelände des LJPA werden ggf. aufgelöst.

Akteneinsicht

Die Akteneinsicht in den Räumlichkeiten ist wieder ohne vorherige Anmeldung während der Öffnungszeiten von montags bis freitags in der Zeit von 09:00 Uhr bis 11:30 Uhr möglich.

Bitte planen Sie für die Zeit der Akteneinsicht vor Ort ausreichend Zeit ein, weil die Zahl der Einsichtsplätze begrenzt ist und sich vorhergehende Akteneinsichten verzögern können.

Bitte beachten Sie, dass im gesamten Gebäude des LJPA die allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln, insbesondere die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung, gelten.

Ob bei dem von Ihnen gewünschten Gericht Akteneinsicht möglich ist, klären Sie bitte mit dem jeweiligen Gericht. Informationen hierzu können vom LJPA nicht erteilt werden. Bitte beantragen Sie erst danach per Email beim LJPA die Übersendung der Akte an das Gericht. Die Email-Adresse lautet: Landesjustizpruefungsamt@mj.niedersachsen.de. Ein vorheriger Anruf ist nicht erforderlich.


Prüfungsbetrieb:

Der Prüfungsbetrieb, d.h. die Durchführung von mündlichen Prüfungen und Klausuren, wird unter Beachtung der Hygienekonzepte fortgesetzt. Dies gilt sowohl für die Pflichtfachprüfung als auch für die zweite Staatsprüfung.


Inhaltlich verantwortlich:

Informationen hierzu finden Sie im Impressum unter

Email an das Landesjustizprüfungsamt?

Nutzen Sie bitte die Kontaktmöglichkeiten der Seite "Kontakt und Öffnungszeiten".

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